© A. Etges/Mercator-Institut

Was wir tun

Um das übergeordnete Ziel – eine bessere sprachliche Bildung entlang des gesamten Bildungswegs – zu erreichen, engagiert sich das Mercator-Institut in drei Bereichen: Es betreibt eigene Forschung, unterstützt die Qualifizierung von wissenschaftlichem Nachwuchs und Lehrkräften und berät Akteure aus der Bildungsadministration und der Praxis bei der Umsetzung von Sprachförderkonzepten.

Forschung

Das Mercator-Institut forscht zu aktuellen Fragen sprachlicher Bildung. Die Projekte liegen in den Händen eines interdisziplinären Teams aus Linguisten, Didaktikern, Psychologen und Pädagogen. Inhaltlich liegen die Schwerpunkte in den Themenfeldern Lehrerbildung, Diagnostik und Förderung sowie Schule und Unterricht. Das Mercator-Institut informiert Entscheidungsträger in Politik, Verwaltung und Praxis über aktuelle Fragen und Erkenntnisse der sprachlichen Bildung und Sprachförderung. Darüber hinaus ist es Ansprechpartner für die Medien.

Nachwuchsförderung und Qualifizierung

Zahlreiche Schulen und Universitäten haben erkannt, dass sprachliche Bildung eine Schlüsselrolle spielt – und sind auf der Suche nach Sprachexperten für die Hochschullehre, die Forschung und den Schuldienst. Für den wissenschaftlichen Nachwuchs hat das Mercator-Institut die Nachwuchsakademie Sprachliche Bildung gegründet. Darin begleitet es junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Weg zur Promotion oder Habilitation – mit Weiterbildungen, Netzwerktreffen, einem Mentoringprogramm und individuellen Qualifizierungsmöglichkeiten. Für die Fortbildung von Lehrkräften kooperiert es mit Verwaltungen und Einrichtungen auf regionaler und landesweiter Ebene, um Fortbildungskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Auf Hochschulebene werden Lehrende darin geschult, sprachliche Hürden in ihren Seminaren bewusst wahrzunehmen und zu thematisieren.

Seit der Novellierung des Lehrerausbildungsgesetzes (LABG) im Jahr 2009 ist das Modul ‚Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte‘ für alle Lehramtsstudierenden in Nordrhein-Westfalen verpflichtend. An der Universität zu Köln ist dieses Modul im Master of Education angesiedelt. Für das Lehrangebot für bis zu 1.000 Studierende pro Semester ist das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache verantwortlich. Die Lehr- und Forschungseinheit befindet sich derzeit im Aufbau. Lehrveranstaltungen werden seit dem Wintersemester 2014/2015 angeboten. Im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung an der Universität zu Köln (Kölner Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung – Heterogenität und Inklusion gestalten" (ZuS)) ist das Mercator-Institut an der Implementierung einer Strategie zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Didaktiken beteiligt.

Kooperation und Beratung

Sprachliche Bildung und Sprachförderung in konkrete Strategien und Konzepte zu übersetzen ist eine komplexe Herausforderung. Das Mercator-Institut kooperiert mit Bundes- und Landesministerien sowie mit Partnern aus der Wissenschaft und Praxis, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Als Partner im Trägerkonsortium der Bund-Länder-Initiative Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS) berät und begleitet es Multiplikatoren aus der Verwaltung und Praxis bei der Umsetzung und Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Sprachdiagnostik und -förderung. Im Auftrag des Instituts zur Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) und gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) entwickelt und evaluiert es im engen Dialog mit Lehrkräften ein diagnostisches Instrument für den Lese- und Schreibunterricht in der Grundschule.

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