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Sprachübergreifende Fähigkeiten neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler

der Sekundarstufe I

Menschen, die mehr als nur eine Sprache sprechen, zeigen oft Ähnlichkeiten in Verwendung und Kompetenzen ihrer Sprachen auf. Zudem scheinen sie von ihren einzelsprachlichen Kompetenzen auch sprachenübergreifend zu profitieren (Marx 2020; Riehl et al. 2018). Diese beiden Prozesse werden als Transversalität und Transfer bezeichnet (Berthele/Lambelet 2018). Dennoch werden in der Regel Erhebungsinstrumente nur für eine ausgewählte Einzelsprache (die Sprache der schulischen Bildung, eine Fremdsprache, ggf. eine Herkunftssprache) eingesetzt. Daher gibt es auch kaum wissenschaftliche Erkenntnisse im deutschsprachigen Raum zu sprachübergreifenden Wechselwirkungen bei Schülerinnen und Schülern. Dies trifft insbesondere auf eine wichtige und untererforschte Gruppe der Lernenden zu, nämlich die neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler.

Das Projekt untersucht den sprachübergreifenden Zusammenhang der schulsprachlichen (deutschen), fremdsprachlichen (englischen) und herkunftssprachlichen (russischen) Lesefähigkeiten und des Wortschatzumfangs von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I. Dabei ist von Interesse, eine weitere, ressourcenorientierte Perspektive auf die Mehrsprachigkeitskompetenz dieser Zielgruppe zu ermöglichen.

Ziel des explorativen Projekts ist zunächst, entsprechende Untersuchungsverfahren zu pilotieren und erste Erkenntnisse zu gewinnen, die danach in einer breiteren Erhebungswelle eingesetzt bzw. erweitert werden.

Auf einen Blick

Ziel

Ziel des Projekts ist es, den sprachübergreifenden Zusammenhang der schulsprachlichen (deutschen), fremdsprachlichen (englischen) und herkunftssprachlichen (russischen) Lesefähigkeiten und des Wortschatzumfangs bei neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern zu untersuchen.

Laufzeit

Februar 2021 - Dezember 2022

Projektleiterin

Teresa Barberio

Projektteam

Prof. Dr. Nicole Marx