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Sprachliche Entwicklung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler

im Regelunterricht

Seit 2015 sind viele Minderjährige nach Deutschland gekommen. Mit dem deutlich verstärkten Zuzug ist ­– insbesondere in der jüngsten Zeit – auch das wissenschaftliche und didaktische Interesse für die Sprachentwicklungsprozesse dieser jungen Menschen gestiegen. Trotz der Relevanz und obwohl diese Gruppe zeitweilen über 10 Prozent der Schülerpopulation darstellte (vgl. Schulstatistiken 2019, NRW), wurde sie jedoch in bisherigen Studien wenig berücksichtigt.

Hier setzt das neue Projekt an, in dem die sprachliche Entwicklung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler (sogenannter Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger) im Deutschen, Englischen und in der Erstsprache Russisch im Fokus steht. Ebenfalls wird untersucht, inwiefern sprachliche Kompetenzen in den drei Sprachen zusammenhängen.

Für ihre Untersuchungen ziehen die Wissenschaflerinnen und Wissenschaftler unterschiedliche Methoden und Datensätze heran:

  • In einem Scoping-Review wird die Forschungslage zu dieser Gruppe im deutschsprachigen Raum eruiert.
  • In einer Sekundärdatenanalyse werten die Forscherinnen und Forscher erstmals die NEPS-Daten für diese Zielgruppe aus.
  • In mehreren Teilprojekten (siehe unten) erheben die Forschenden neue Daten. Die Erhebung wird mit ca. 100 Schülerinnen und Schülern der 5. bis 8. Klasse im Regelunterricht durchgeführt. Es werden sowohl Daten von Seiteneinsteigerinnen und -einsteigern als auch von Regelschülerinnen und -schülern in den gleichen Klassen aus insgesamt drei Schulen der Sekundarstufe I in NRW erhoben.

Die Erhebungen sollen explorativ die Zielgruppe erschließen und dem Aufbau fortführender Projekte dienen.

Auf einen Blick

Ziel

Das zentrale Ziel des Projekts ist es, die sprachliche Entwicklung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler im Deutschen, Englischen und in der Erstsprache Russisch zu untersuchen sowie den Zusammenhang zwischen sprachlichen Fähigkeiten in den drei Sprachen in den Blick zu nehmen.

Laufzeit

Februar 2021 - Dezember 2022

Projektleiterin

Prof. Dr. Nicole Marx

Projektteam

Teresa Barberio
Dr. Stefanie Bredthauer
Claus Caspari
Dr. Sonja Eisenbeiß
Melanie Fuchs
Dr. Evghenia Goltsev
Dr. Annina Hessel
Anastasia Knaus
Jun.-Prof. Nora von Dewitz

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