© A. Etges/Mercator-Institut

Transfer von Sprachbildung, Lese- und Schreibförderung

(BiSS-Transfer)

BiSS-Transfer ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Länder zum Transfer von Sprachbildung, Lese- und Schreibförderung in Schulen und Kitas. Sie knüpft an die Initiative Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS) an.

Thematische Schwerpunkte setzt BiSS-Transfer (2020 bis 2025) in den Themenfeldern sprachliche Bildung, Lese- und Schreibförderung, sprachsensibler Fachunterricht und Deutsch als Zweitsprache als Teil von Schul- und Unterrichtsentwicklung. Wesentlicher Bestandteil der Initiative ist die Qualifizierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Lehrkräften und weiteren pädagogischen Fachkräften.

BiSS-Transfer besteht aus zwei Teilen. Zum einen beteiligen sich die Länder mit bis zu 90 Verbünden aus Schulen und Kitas mit eigenen Transfervorhaben an der Initiative, um beispielsweise erfolgreiche Konzept zur Leseförderung oder zur Förderung von Deutsch als Zweitsprache in weitere Schulen zu übertragen (= Transfer). Zum anderen erforscht parallel dazu ein Netzwerk aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gemeinsam mit den Ländern die Gelingensbedingungen für den Transfer wirksamer Förderkonzepte in die Breite (Forschungsnetzwerk BiSS-Transfer).

Bei der Umsetzung der Transfervorhaben werden die Länder von einem Trägerkonsortium unterstützt, dem das Mercator-Institut der Universität zu Köln, das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation und das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin angehören. Das Trägerkonsortium stellt verschiedene Angebote bereit, die sich an die in den Verbünden tätigen Lehrkräfte, pädagogischen Fachkräfte und weitere Beteiligte aus Ministerien, Landesinstituten und Fortbildungseinrichtungen richten:

  • Blended-Learning-Fortbildungen zur Qualifizierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften
  • eine Tool-Datenbank, in der nach wissenschaftlichen Kriterien mehr als 100 Tools zu Diagnostik, Förderung und Professionalisierung im Bereich Sprachbildung dokumentiert sind
  • kostenfreie Handreichungen und Broschüren, in denen Tools und Konzepte zur sprachlichen Bildung vorgestellt werden
  • Vernetzungsangebote über Jahrestagungen und thematische Fachgruppen als bundesweites Netzwerk aus Wissenschaft und Praxis zum Thema Sprachbildung

Für die Erforschung der Gelingensbedingungen von Transfer bildet das Trägerkonsortium zusammen mit weiteren Expertinnen und Experten anderer Universitäten das Forschungsnetzwerk BiSS-Transfer LINK. Das Forschungsnetzwerk arbeitet multidisziplinär und anhand verschiedener thematischer Schwerpunkte, etwa zum Lesen und Schreiben, zum sprachlichen Lernen in fachlichen Kontexten und zur Nutzung von VERA 8-Ergebnissen im Unterricht. Das Netzwerk koordiniert zwei große Studien in der Primarstufe sowie in der Sekundarstufe. Es untersucht den Verlauf der Implementation von der Fortbildung von Lehrkräften durch Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, den Interventionen zur sprachlichen Bildung durch die beteiligten Schulen und Lehrkräfte bis hin zu den Wirkungen bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern.  

Das BMBF fördert die Initiative mit insgesamt 12,3 Millionen Euro (Trägerkonsortium und Forschungsnetzwerk); die Länder steuern personelle Ressourcen für die Koordination und Umsetzung der Transfervorhaben bei.

Auf einen Blick

Ziel

Ziel ist der wissenschaftsbasierte Transfer von Konzepten zur Sprachbildung, Lese- und Schreibförderung in bis zu 2700 Schulen und Kitas bundesweit.

Initiatoren

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Kultusministerkonferenz (KMK)

Kooperationspartner

DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB)

Förderer

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Laufzeit

März 2020 bis Februar 2025

Projektleitung

Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek
Prof. Dr. Marcus Hasselhorn (DIPF)
Prof. Dr. Hans-Joachim Roth
Prof. Dr. Petra Stanat (IQB)