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05. Juli 2021Aktuelles

Intensive Deutschförderung: Digitale Ferienschule für Kinder und Jugendliche mit Sprachförderbedarf startet

Vom 5. bis zum 9. Juli 2021 findet die erste digitale Ferienschule statt, die vom Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache sowie dem Institut für deutsche Sprache und Literatur II organisiert wird. Sie bietet Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I, die Sprachförderbedarf haben oder neu zugewandert sind, eine intensive Förderung in der deutschen Sprache. Die Jugendlichen, die aus zwei Kölner Schulen kommen, können durch das kostenlose Programm ihre Ferien für die Vorbereitung auf das neue Schuljahr nutzen. Den Unterricht übernehmen Lehramtsstudierende der Universität zu Köln. Die Veranstaltung findet aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Einschränkung der Corona-Pandemie vollständig digital statt.

Zusätzlich zur sprachlichen Förderung beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen Selbstkonzept sowie Identität. Sie sollen herausfinden, was ihre Stärken sind und was sie persönlich und als Gruppe ausmacht. Als wichtige Facette von Persönlichkeitsbildung wird dabei auch ein interkulturell-pädagogischer Schwerpunkt gesetzt. Im Rahmen des kunstpädagogisch orientierten Nachmittagsprogramms entsteht aus Ideen und Beiträgen der Schülerinnen und Schüler ein gemeinsamer Kurzfilm, der als Höhepunkt am Ende der Woche im Plenum seine Premiere feiert.

Die digitale Ferienschule ist Teil desKooperationsprojekts Sprachliche Bildung des Instituts für deutsche Sprache und Literatur II und des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln. Dozentinnen und Dozenten der Sprachdidaktik konzipierten in dem Projekt eine in diesem Jahr einwöchige Sommerschule, die Lehramtsstudierenden als praxisorientierten Baustein ihrer Ausbildung im Fach Deutsch durchführen. Während der Ferienschule erhalten die Lehramtsstudierenden die Möglichkeit, Erfahrungen im Unterrichten mit Kindern und Jugendlichen mit Sprachförderbedarf zu sammeln und einen effektiven Deutschunterricht zu gestalten, der an dieser Zielgruppe orientiert ist. Zusätzlich schulen die Studierenden ihre Kompetenzen im Bereich der Sprachförderung mithilfe digitaler Medien, wie z. B. unterschiedlicher Sprachförder-Apps.

Kooperationspartner des Projekts sind das Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration Köln (ZMI) sowie die Zukunftsstrategie Lehrerinnenbildung (ZuS) der Universität zu Köln, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Das Projekt wird unterstützt durch die Alfred Neven DuMont-Stiftung sowie die Annemarie und Helmut Börner Stiftung.


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