02.08.2019
Diskussion

Gesprächsrunde: Professionalisierung für sprachliche Bildung

Zur Einstimmung auf die unterschiedlichen Facetten des Tagungsthemas diskutierten Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Prof. Dr. Jürgen Baumert, Dr. Susanne Eisenmann und Jan-Martin Wiarda über die Professionalisierung für Mehrsprachigkeit in Schulen und Kitas, die Wirksamkeit von Professionalisierung für sprachliche Bildung sowie die Auswirkungen des Fachkräftemangels. Gastgeber und Moderator der Gesprächsrunde war Winfried Kneip.

Winfried Kneip ist seit 2014 Geschäftsführer der Stiftung Mercator und leitet das Ressort Bildung. Seit 2009 verantwortet er das Themenfeld Bildung. Vor seinen Tätigkeiten in der Stiftung Mercator hatte er sechs Jahre lang die Geschäftsführung der Yehudi Menuhin Stiftung Deutschland inne. Seit 2004 ist er außerdem Vorstandsmitglied des von ihm initiierten Buddy-Projekts zur Förderung sozialer Kompetenz. In früheren beruflichen Stationen war er als Chefredakteur beim Verlag an der Ruhr und als Inhaber der Agentur Menschenskinder tätig, die Projekte, Konzepte und Materialien zu pädagogischen Themenfeldern entwickelte.

Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek ist seit 1999 Professor für deutsche Sprache und ihre Didaktik an der Universität zu Köln. Seit Anfang 2012 ist er Direktor des Mercator-Instituts, seit Frühjahr 2013 zusätzlich Sprecher des Trägerkonsortiums der Bund-Länder-Initiative "Bildung durch Sprache und Schrift" (BiSS). Als Kooperationspartner des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) verantwortet er die fachdidaktische Entwicklung der bundesweiten Vergleichsarbeiten im Fach Deutsch für die Klasse 8 (VERA 8). Er ist Mitglied des Beirats für Integration und Teilhabe der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, des wissenschaftlichen Beirats der Zentralestelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) sowie der School of Education an der Universität Salzburg.

Prof. Dr. Jürgen Baumert war von 1992 bis 1996 geschäftsführender Direktor des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sowie von 1996 bis zu seiner Emeritierung im Juli 2010 Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin. Von 2006 bis 2008 war er Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft. Er wurde 1968 an der Universität Tübingen promoviert, 1982 folgte die Habilitation an der Freien Universität Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Lehr-/Lernforschung, professionelle Kompetenz von Lehrkräften sowie der Entwicklung von Bildungssystemen.

Dr. Susanne Eisenmann ist seit 2016 Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg. Zuvor war sie elf Jahre Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart. 1990 schloss sie ihr Studium der Germanistik, Linguistik und Politikwissenschaft an der Universität Stuttgart ab und wurde anschließend im Fachbereich Philologie promoviert.

Jan-Martin Wiarda ist freier Journalist, Autor und Moderator. Er studierte Journalistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und schloss seinen Master an der University of North Carolina at Chapel Hill ab. Anschließend schrieb er für zahlreiche überregionale Zeitungen, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, den Tagesspiegel sowie die ZEIT, ehe er dort Redakteur und stellvertretender Leiter des Ressorts Chancen wurde. Anschließend war er Bereichsleiter Kommunikation der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Jan-Martin Wiarda schreibt vor allem über Bildungsthemen, Wissenschaft und Forschung.

Gesprächsrunde: Professionalisierung für sprachliche Bildung

Dokumentation der Jahrestagung 2019