29.01.2016
Material

Literaturtipps zum Thema Schriftspracherwerb

Wie lernen Kinder am besten Lesen und Schreiben? Welche Methode ist für welches Kind die Richtige? Wie können die unterschiedlichen Methoden in die Schul- und Unterrichtsentwicklung eingebettet werden. Diese Liste gibt Empfehlungen für aktuelle Literatur zum Thema Schriftspracherwerb.

Bücher

(in alphabetischer Reihenfolge)

Becker-Mrotzek, Michael, Günther, Hartmut & Jambor-Fahlen, Simone (2015). Lesen und Schreiben lehren und lernen - Ein integratives Konzept für den Anfangsunterricht. Schulmanagement-Handbuch. Band 154. München: Oldenbourg.

Das Handbuch zeigt die Prinzipien des deutschen Schriftsystems auf und erläutert übersichtlich einzelne Lehr-Lernmethoden und deren Wirkung auf den erfolgreichen Schriftspracherwerb. Neben einem kurzen Überblick über diagnostische Testverfahren werden abschließend Konsequenzen für die Schul- und Unterrichtsentwicklung gezogen.

Bredel, Ursula, Fuhrhop, Nanna & Noack, Christina (2011). Wie Kinder lesen und schreiben lernen, Tübingen: Francke.

Zunächst wird dargestellt, wie das deutsche Schriftsystem aufgebaut ist. Hierbei fokussieren  die Autorinnen auf die Silbe als zugrundeliegende Einheit. Darauf aufbauend zeigt das Buch, mit welchen Strategien sich Kinder das Schriftsystem aneignen und welche Hürden sie dabei überwinden müssen. In einem gesonderten Kapitel werden die Bedingungen des Schriftspracherwerbs bei mehrsprachigen Kindern behandelt.

Eisenberg, Peter (2004): Grundriß der deutschen Grammatik. Band 1: Das Wort. Band 2: Der Satz. 2., überarbeitete und aktualisierteAuflage, Stuttgart: Metzler

 Die beiden Teilbände „Das Wort“ und „Der Satz“ stellen zusammen ein Standardwerk zur deutschen Schriftsprache dar. Band 1 beschreibt auf der Wortebene die Themenfelder Phonetik und Phonologie, Morphologie und Orthografie. Band 2 erläutert die Grammatik auf der Satzebene. Darüber hinaus bieten ca. 200 Aufgaben die Möglichkeit, sich mit den Inhalten des Buches auseinanderzusetzen. Das Werk ist verständlich geschrieben und eignet sich so auch für fachfremde Leserinnen und Leser.

Schründer-Lenzen, Agi (2004): Schriftspracherwerb und Unterricht: Bausteine professionellen Handlungswissens, Springer-Verlag.

Neben den Strukturen der deutschen Schriftsprache stellt dieses Buch vor allem die Lehr- und Lernmethoden zur Vermittlung der Schriftsprache übersichtlich und ausführlich dar. Auf der Grundlage empirischer Forschung werden die Methoden kontrovers diskutiert. Dabei fokussiert die Autorin auf diejenigen Kinder, die Probleme mit dem Erwerb der Schriftsprache haben, die sog. Risikogruppe. Um diese professionell und möglichst umfassend unterstützen zu können, müssen interdisziplinäre Kenntnisse und eine Vielfalt von methodisch-didaktischem Handlungswissen bei den Lehrpersonen vorhanden sein. Deshalb zeigt das Buch neben theoretischen Basiskenntnissen zum Schriftspracherwerb ebenso Prävention, Diagnostik und Förderung bei Schwierigkeiten der Schriftsprachentwicklung auf.

Übersichtsartikel

Die folgenden Artikel stellen übersichtlich und prägnant die Schwerpunkte des Schriftspracherwerbs dar.

  • Becker, Tabea (2008): Modelle des Schriftspracherwerbs: Eine kritische Bestandsaufnahme. In: Didaktik Deutsch 25, S. 78–95.
  • Scheerer-Neumann, Gerheid (1996): Der Erwerb der basalen Lese-und Schreibfähigkeiten. In: Günther, H./Ludwig, O.(Hrsg.): Schrift und Schriftlichkeit. Ein interdisziplinäres Handbuch, 2, 1153-1168.
  • Valtin, Renate (2003): Methoden des basalen Lese- und Schreibunterrichts. In: Bredel, Ursula/Günther, Hartmut/Klotz Peter/Ossner, Jakob/Siebert-Ott, Gesa (Hrsg.): Didaktik der deutschen Sprache. Ein Handbuch, Paderborn/München/Wien/Zürich: Schöningh, S. 760-771.

Autorin:

Simone Jambor-Fahlen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Mercator-Institut und ist für die Koordination des Projektes „Niemanden zurücklassen – Lesen macht stark Grundschule“ zuständig.