© A. Etges/Mercator-Institut

Programm für geflüchtete Lehrkräfte

Derzeit fehlen bundesweit Lehrkräfte. Gleichzeitig sind qualifizierte geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer auf der Suche nach einer beruflichen Perspektive in Deutschland. Das International Office, das Mercator-Institut und das Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität zu Köln bieten daher ab Juli 2018 ein Programm für geflüchtete Lehrkräfte an. Ziel ist es, die beruflichen Chancen der Lehrkräfte im deutschen Bildungssystem zu verbessern.

Das Angebot besteht aus einem Sprachkurs, in dem zugewanderte Lehrkräfte ihre Deutschkenntnisse verbessern können, und einem pädagogischen Ergänzungsprogramm. Aufbauend auf ihrer bereits vorhandenen fachlichen Expertise lernen sie außerdem das deutsche Schulsystem kennen. Neben den fachlichen Qualifikationen neu zugewanderter Lehrkräfte profitieren potenzielle künftige Einsatzorte wie z. B. Schulen von weiteren Fähigkeiten: Dazu gehören u. a. Mehrsprachigkeit, Kenntnisse über verschiedene Schulsysteme sowie eine Sensibilität für die Lebenssituation geflüchteter Familien.

Die drei beteiligten Einrichtungen der Universität zu Köln erarbeiten mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern individuell die Möglichkeiten, ein aufbauendes Fachstudium und/oder eine berufliche Weiterqualifizierung für den beruflichen Einstieg im Bildungsbereich zu beginnen.

Insgesamt besteht das einjährige Programm für geflüchtete Lehrkräfte aus einem vorbereitenden dreimonatigen Sommersprachkurs (Niveau B2) und vier parallelen Bausteinen, die im Oktober 2018 starten:

  1. Aufbauender Deutschkurs (Niveau C1)
  2. Bildungswissenschaftliche Seminare
  3. Begleitete Praktika in Kölner Schulen
  4. Individuelle Berufsberatung

Auf einen Blick

Ziel

In dem Programm können 15 geflüchtete Lehrkräfte ihre sprachlichen und fachlichen Kenntnisse erweitern und zusätzlich praktische Erfahrungen an Schulen sammeln.
 

Kooperationspartner

International Office

Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL)

Kölner Schulen

Förderer

Der studienvorbereitende Deutschkurs wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

Laufzeit

Juli 2018 bis Juli 2019

Projektleiterinnen

Dr. Henrike Terhart

Dr. Susanne Preuschoff (International Office)

Weitere Projektbeteiligte

Dr. Christoph Gantefort (Lehre)

Petr Frantik (Lehre)

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