© Annette Etges/Mercator-Institut

Systematisches narratives Review

zur Wirkung von didaktisch-methodischen Ansätzen des sprachsensiblen Unterrichts (WisU)

Sprachliche Bildung ist entscheidend für den schulischen Erfolg. Deswegen ist es wichtig, Kinder und Jugendliche durchgängig sprachlich zu fördern. Dafür haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den vergangenen Jahren bereits kontinuierlich Konzepte entwickelt, die die sprachliche Unterstützung der Schülerinnen und Schüler in den Fachunterricht der Primar- und Sekundarstufen integrieren. Ebenso sind sprachsensible Unterrichtskonzepte, etwa Scaffolding und SIOP, zunehmend in Lehrpläne, Curricula sowie Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen von Lehrkräften übernommen worden.

Allerdings ist noch nicht empirisch geklärt, ob und inwiefern didaktisch-methodische Ansätze des sprachsensiblen Unterrichts wirksam sind. Bisher gibt es keinen systematischen Überblick, der den deutschsprachigen Raum berücksichtigt und zeigt, ob und unter welchen Bedingungen sprachsensible Konzepte die sprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder und damit das fachliche Lernen nachweislich verbessern. Diese Forschungslücke soll das Projekt schließen.

Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand von didaktisch-methodischen Ansätzen des sprachsensiblen Unterrichts im Primar- und Sekundarbereich systematisch zu ermitteln, zu bewerten und zu diskutieren, wie wirksam die Ansätze sind.

Für die systematische Überblicksarbeit legt das Projektteam in einem Protokoll eine Such-, Selektions- und Bewertungsstrategie fest, die in einem peer-review-Verfahren überarbeitet wird. Auf dieser Grundlage erfolgen strukturierte Abfragen in allgemeinen und themenspezifischen Datenbanken, per Handsuche und Schneeball-Prinzip sowie unter Berücksichtigung grauer Literatur. Anschließend identifiziert das Forscherteam durch ein mehrstufiges Verfahren relevante deutsch- und englischsprachige Studien. Anhand eines Kriterienkatalogs bewertet es die Qualität und Aussagekraft der Studien, fasst deren Inhalte zusammen und diskutiert sie kritisch (narrative Forschungssynthese). 

Die so entstandenen Ergebnisse ermöglichen ein differenzierteres und weniger einseitiges Forschungsbild sprachsensibler Konzepte. Sie dienen als Grundlage für evidenzbasierte Handlungsempfehlungen für Bildungsverwaltung und pädagogische Praxis sowie für die Initiierung neuer Forschungsprojekte.

Auf einen Blick

Ziel

Das Projektziel ist die Erstellung eines systematischen narrativen Reviews zur Wirkung von didaktisch-methodischen Ansätzen des sprachsensiblen Unterrichts im Primar- und Sekundarbereich.

Laufzeit

August 2018 bis Mai 2021

Projektleiter

Dr. Till Woerfel

Projektteam

Dr. Martha Höfler

Anastasia Knaus

Leonie Twente (SHK)

Rebekka Wanka

Dr. Annika Witte

Kooperationspartner

Prof. Dr. Karin Zimmer (Universität Vechta/DIPF - Leibniz Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation)

Jolika Schulte (Universität Vechta)

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