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Lesefähigkeiten neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler

der Sekundarstufe I

Ab der dritten Klasse nimmt der Anteil schriftlicher Texte, die Lehrkräfte für die Vermittlung schulischen Wissens einsetzen, stetig zu. Fachinhalte aller Fächer werden somit insbesondere über geschriebene Texte vermittelt und anschließend im Klassenzimmer diskutiert.

Erste Forschungsergebnisse zeigen, dass in Deutschland insbesondere zugewanderte Schülerinnen und Schüler beim Lesen deutlich schlechtere Ergebnisse erzielen als ihre Mitschülerinnen und -schüler und somit in einer besonders prekären Situation sind (Marx/Gill/Brosowski 2021). Ihnen fehlen notwendige Lesefähigkeiten im Deutschen, um die Fachinhalte alters- und stufengemäß verarbeiten zu können.

In diesem Teilprojekt sollen die Lesefähigkeiten (Leseflüssigkeit und -verständnis) von Sekundarstufenschülerinnen und -schülern untersucht werden, die im schulpflichtigen Alter zugewandert sind und bereits im Regelunterricht beschult werden. Dabei ist von Interesse, welchen Verlauf die Entwicklung dieser Lesefähigkeiten in der Sprache der schulischen Bildung – also Deutsch – nimmt. Anhand von standardisierten und normierten Testverfahren testen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Seiteneinsteigerinnen und -einsteiger sowie die Regelschülerinnen und -schüler der beteiligten Schulen zu Leseverstehen und zur Leseflüssigkeit jeweils zweimal, im Abstand von sechs Monaten. Ziel des explorativen Projekts ist es, entsprechende Erhebungsverfahren und Instrumente zu pilotieren und zu eruieren, welche Verfahren besonders für diese Stichproben angemessen sind. Aus dem Projekt heraus soll eine breitere Erhebungswelle entstehen.

Auf einen Blick

Ziel

Ziel des Projekts ist es, Instrumente zur Erhebung von Lesefähigkeiten im Deutschen bei neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern zu pilotieren und erste Ergebnisse zu Entwicklungsverläufen von Lesefähigkeiten in dieser Sprache zu ermöglichen.

Laufzeit

Februar 2021 - Dezember 2022

Projektleiterin

Prof. Dr. Nicole Marx