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Sprachförderkonzepte für neu zugewanderte Kinder in Kitas

Im Jahr 2015 gab es laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine Gesamtzahl von 441.899 Asylerstanträgen und 34.750 Folgeanträgen in Deutschland, fast ein Drittel der Antragssteller ist unter 16 Jahre alt (vgl. BAMF: Aktuelle Zahlen zu Asyl, Ausgabe Dezember 2015). Die Gesamtzahl der neu zugewanderten Menschen ohne oder mit nur geringen deutschen Sprachkenntnissen, unter anderem aus der EU, liegt deutlich höher – 2014 verzeichnete die Ausländerstatistik insgesamt 1.145.953 Zuzüge nach Deutschland (nach Statistisches Bundesamt, Ausländerstatistik).

Der Fokus zu der Frage, wie neu zugewanderte Kinder und Jugendliche bestmöglich ankommen und Deutsch lernen können, liegt zurzeit noch stark auf der Schule (vgl. u.a. Massumi/v. Dewitz 2015). Allerdings steht auch der Elementarbereich vor Herausforderungen. Viele Kindertageseinrichtungen nehmen neu zugewanderte Kinder auf, die in einem kurzen Zeitraum umfassende Sprachkompetenzen im Deutschen erwerben müssen: Denn den vier- bis fünfjährigen neu zugewanderten Kindern bleibt nur wenig Zeit, um sich auf die sprachlichen Anforderungen der Grundschule vorzubereiten. Gleichzeitig ist in den letzten Jahren in Deutschland das Prinzip der alltagsintegrierten Sprachförderung flächendeckend in den Kindertageseinrichtungen eingeführt worden. Spezifische Sprachförderkonzepte für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache jedoch sind selten.

Im Auftrag von RuhrFutur erstellte das Mercator-Institut eine Übersicht über Konzepte zur (Zweit-)Sprachförderung im Elementarbereich: Welche bildungspolitischen Strukturen im frühkindlichen Bereich bestehen im deutschsprachigen, europäischen und angloamerikanischen Raum? Welche Konzepte zur Sprachförderung im Elementarbereich werden bereits länger und großflächig eingesetzt? Welche Konzepte sind bereits (positiv) evaluiert worden? Gibt es spezifische Sprachförderkonzepte für neu zugewanderte Kinder? Zur Beantwortung dieser Fragen wir die vorliegende wissenschaftliche Literatur zum Thema ausgewertet und eingeordnet.

Auf einen Blick

Ziel

Ziel des Projektes ist es, auf Basis wissenschaftlicher Literatur eine Übersicht über Konzepte und Programme zur (Zweit-)Sprachförderung im Elementarbereich zu erstellen.

Auftraggeber

RuhrFutur gGmbH

Laufzeit

November 2015 bis Februar 2016

Projektleiterin

Katarina Wagner

Projektmitarbeiterinnen

Dr. Hilke Engfer
Evghenia Goltsev

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