© A. Etges/Mercator-Institut

Sprachförderung an deutschen Schulen

Die Sicht der Lehrerinnen und Lehrer

Vielen Schülerinnen und Schülern, die sich im Alltag ohne Probleme verständigen können, fehlt es an bildungssprachlichen Fähigkeiten. Ihnen fällt es schwer, im Unterricht Sachtexte zu verstehen oder selber verständliche Texte zu schreiben. Im Schulalltag zeigt sich, dass die sprachlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler höchst unterschiedlich sind. Diese sprachliche Heterogenität stellt für Lehrerinnen und Lehrer eine große Herausforderung dar.

Im Auftrag des Mercator-Instituts hat das Meinungsforschungsinstitut IPSOS im Frühjahr 2012 eine repräsentative Umfrage zu Sprachförderung an deutschen Schulen durchgeführt. Die Studie geht der Frage nach, wie Lehrerinnen und Lehrer die sprachliche Heterogenität in ihren Klassenzimmern erfahren, wie sie in ihrer Ausbildung darauf vorbereitet wurden und welche Unterstützung und Hilfestellung sie sich wünschen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Lehrerinnen und Lehrer noch nicht ausreichend auf die heterogene Schülerschaft und den hohen Sprachförderbedarf in ihren Klassen vorbereitet ist: 71 Prozent der Lehrkräfte gaben an, Schülerinnen und Schüler mit Sprachförderbedarf zu unterrichten, zwei Drittel der Befragten fühlen sich darauf jedoch nicht ausreichend vorbereitet. 71 Prozent der Befragten forderten, dass Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache (DaZ) verbindlicher Teil der Lehrerausbildung sein sollten. 48 Prozent wünschen sich, bei ihrer Arbeit durch speziell qualifizierte Sprachförderkräfte unterstützt zu werden.

Die Studie wurde im Juni 2012 im Rahmen einer Pressekonferenz und eines Symposiums präsentiert. Zuletzt wurde die methodische Anlage der Studie von Prof. Dr. Sabine Schmölzer-Eibinger für den österreichischen Kontext adaptiert.

Auf einen Blick

Ziel

Die Studie geht der Frage nach, wie Lehrerinnen und Lehrer die sprachliche Heterogenität in ihren Klassenzimmern erfahren, wie sie in ihrer Ausbildung darauf vorbereitet wurden und welche Unterstützung und Hilfestellung sie sich wünschen.

Laufzeit

Januar 2012 bis Juni 2014

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