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01. Juli 2021Aktuelles

Forschende des Mercator-Instituts präsentieren Arbeitsergebnisse auf der AILA

Wie effektiv sind didaktisch-methodische Ansätze des sprachsensiblen Unterrichts für mehrsprachig aufwachsende Kinder? Wie können mehrsprachige Ressourcen in Vorbereitungsklassen für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler als Lern- und Lehrressource genutzt werden? Antworten auf diese und weitere Fragen sowie Ergebnisse aus einem systematischen Review und weiteren Forschungsprojekten präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache auf dem AILA World Congress im August.

Unter dem Titel Do educational models for immigrated children work? – A systematic review on content and language learning approaches stellen Dr. Martha Höfler und Dr. Till Woerfel erste Ergebnisse ihrer groß angelegten Überblicksstudie zur Wirksamkeit didaktisch-methodischer Ansätze des sprachsensiblen Unterrichts in der Primar- und Sekundarstufe vor. In ihrer Präsentation geben sie unter anderem einen Einblick in die Such- und Bewertungsstrategie, zur Identifizierung und Auswertung von international vorliegenden Wirkungsstudien zu sprachsensiblen Ansätzen. Erste Ergebnisse zeigen, dass es zwar effektive Ansätze für mehrsprachig aufwachsende Kinder gibt, dass aber nur wenige der vorhandenen Untersuchungen konkrete Aussagen zur Gruppe der neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler liefern. 

Der Beitrag findet im Rahmen des Symposiums S066 International perspectives on educational models for newly immigrated (refugee) children, adolescents, and young adults: Options, challenges & best practices, statt (16.08.2021, 8-19 Uhr, zum Programm).

Im selben Symposium spricht Prof. Dr. Nicole Marx zum Thema Lethargic learners and catastrophic curricula? What SLA research has to say about education for immigrant schoolchildren. Dabei diskutiert sie neuere Forschungsergebnisse über die Lernwege von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und nimmt Lehrplanmodelle zur Unterstützung ihrer akademischen Sprach- und Inhaltsentwicklung in den Blick.

Den dritten Beitrag in dem Symposium halten Dr. Stefanie Bredthauer und Juniorprofessorin Dr. Nora von Dewitz. Unter dem Titel Multilingual pedagogical approaches in classes for newcomer students in Germany sprechen sie darüber, wie die mehrsprachigen Ressourcen, die aufgrund einer Vielzahl von Herkunfts- und Fremdsprachen auf unterschiedlichen Kompetenzniveaus in Vorbereitungsklassen extrem hoch ist, als Lern- und Lehrressource genutzt werden können.

Im Symposium S197 Writing processes: Strategies from idea to text referiert Marie-Christin Reichert über Revisionen, die zentral für den Schreibprozess sind. Unter dem Titel Dynamic Writing Processes: Revision as Composing Strategy across Languages and Writing Tasks geht sie in ihrem Vortrag unter anderem darauf ein, wie effektiv Korrekturen in dynamischen Schreibprozessen sind. (20.08.21, 8-19 Uhr, zum Programm).

Der AILA World Congress findet in diesem Jahr vom 15. bis zum 20. August unter dem Titel The dynamics of language, communication and culture in a changing world statt und lädt über 2000 Forschende aus unterschiedlichsten Bereichen der Angewandten Linguistik ein, an rund 200 Symposien teilzunehmen.


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