Aktuell
12. September 2018 Aktuelles

Unterstützungsangebot für Grundschullehrkräfte gestartet

Ab heute (12. September) nehmen rund 30 Lehrkräfte an dem Unterstützungsangebot Schriftsprachliche Bildung in der Grundschule teil. Das Mercator-Institut hat die Qualifizierung in Kooperation mit der Arbeitsstelle Migration der Bezirksregierung Köln und dem Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration (ZMI) entwickelt.
 
Ziel des Angebots ist es, Grundschullehrkräfte zu unterstützen, damit sie die schriftsprachlichen Kompetenzen von Kindern noch gezielter fördern können. Für Mädchen und Jungen ist das Lesen und Schreiben Lernen eine komplexe Aufgabe, insbesondere für diejenigen, die eine andere Erstsprache als Deutsch haben. Die Lehrkräfte sollen gestärkt werden, alle Schülerinnen und Schüler in heterogenen Klassen bestmöglich sprachlich zu fördern. Zudem lernen sie Strategien kennen, wie sie die Erstsprachen der Kinder in den Unterricht einbeziehen und nutzen können, etwa um das Leseverstehen deutscher Texte zu verbessern.
 
Das Angebot besteht aus acht Workshops. In denen stellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mercator-Instituts den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Forschungsprojekte sowie evaluierte, sprachdidaktische Konzepte vor. Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe präsentiert eine Wissenschaftlerin zum Beispiel Methoden, mit denen Lehrkräfte die basalen Lese- und Schreibfertigkeiten effektiv fördern können. In weiteren Terminen geht es um hilfreiche Instrumente für den Unterricht mit Kindern, die keine deutschen Muttersprachler sind, und das Förderprogramm Lesen macht stark. Dafür haben Forscherinnen und Forscher des Mercator-Instituts Instrumente zur Diagnostik und Förderung von Lese- und Schreibkompetenzen in der Grundschule entwickelt, die Lehrkräfte nutzen können.
 
Neben den Workshops besuchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mercator-Instituts die Lehrkräfte an den Schulen und begleiten sie dabei, die sprachsensiblen Konzepte im Unterricht zu erproben und ins Kollegium zu tragen. Dafür können beispielsweise Lerngemeinschaften gegründet werden, die die Inhalte des Unterstützungsangebots für das eigene Kollegium passgenau aufbereiten und vorstellen. Darüber hinaus soll das Unterstützungsangebot einen Beitrag zur sprachsensiblen Schulentwicklung leisten. Elemente, die die Grundschulen als gewinnbringend ansehen, können in die Programme integriert werden, die es vor Ort bereits gibt, um die Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung zu fördern.
 
Im Schuljahr 2018/2019 richtet sich das Angebot zunächst an Lehrkräfte des Verbundes Kölner Europäischer Grundschulen. Diese engagieren sich besonders im Bereich sprachlicher Bildung und bieten Alphabetisierung in der Erstsprache oder bilingualen Unterricht an. Ab dem nächsten Jahr ist geplant, dass auch Lehrerinnen und Lehrer anderer Grundschulen im Regierungsbezirk Köln das Angebot nutzen können.


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