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30. Oktober 2018 Aktuelles

Mercator-Institut führt „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“ an Kölner Schulen durch

Rund 60 Kinder und Jugendliche aus Köln haben in den Herbstferien an drei Maßnahmen im Rahmen des FerienIntensivTrainings – FIT in Deutsch teilgenommen. Das Mercator-Institut hat diese Maßnahmen im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung NRW durchgeführt. Die drei Angebote haben an einer Grundschule, einer Hauptschule sowie einem Berufskolleg stattgefunden und wurden in Kooperation mit dem ZMI-Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration organisiert und inhaltlich begleitet.

Das FerienIntensivTraining ist ein Programm, dass das nordrhein-westfälische Schulministerium initiiert hat. Ziel ist es, dass neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler ihre Deutschkenntnisse verbessern und im Alltag anwenden. Einige der teilnehmenden Mädchen und Jungen sind erst kurz vor den Herbstferien nach Deutschland gekommen, andere gehen schon etwas länger hier zur Schule. „Die Kinder und Jugendlichen erlernen die deutsche Sprache während unterschiedlicher Aktivitäten, zum Beispiel beim Einkaufen, bei kurzen Ausflügen oder auch bei handwerklichen Tätigkeiten. So ist eine individuelle, jeweils altersangemessene Förderung möglich und die Motivation ergibt sich unmittelbar aus den gemeinsamen Tätigkeiten“, sagt Petr Frantik, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Mercator-Institut und Mitglied der Geschäftsführung des ZMI.

Unterrichtet wurden die Kinder und Jugendlichen an fünf Tagen in der Woche für acht Stunden von jeweils zwei Sprachlernbegleiterinnen und Sprachlernbegleitern. Das sind sowohl Lehramtsstudierende als auch Referendarinnen und Referendare sowie Absolventinnen und Absolventen des Studienganges Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaZ/DaF). In dem FerienIntensivTraining haben erfahrene Lehrkräfte mit angehenden Lehrerinnen und Lehrern im Tandem zusammengearbeitet. Bei der Vermittlung der Sprachlernbegleiterinnen und Sprachlernbegleitern hat das Kommunale Integrationszentrum Köln (KI) unterstützt, diese nahmen zur Vorbereitung an einer Schulung der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) teil.

„Diese Maßnahmen sind eine wichtige Ergänzung zum Sprachenlernen im Regelunterricht. Es war schön zu sehen, wie viel Spaß die Schülerinnen und Schüler bei den gemeinsamen spielerischen und handlungsorientierten Übungen hatten und mit wie viel Engagement und Kreativität die Sprachlernbegleiterinnen und Sprachlernbegleiter die Lernprozesse begleiteten“, so Petr Frantik. Da der Bedarf an Deutschkursen in Köln weiterhin hoch ist, ist eine Fortführung des FerienIntensivTrainings im kommenden Jahr geplant.


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