Bericht

Lesen und Schreiben. Partizipation durch literale Bildung

Lesen und Schreiben gehört zu den zentralen Kompetenzen in fast allen Bereichen des Lebens: von der Schule über die Berufsausbildung bis zur Teilhabe an der Gesellschaft. In der Forschung haben diese Themen eine lange Tradition. Dennoch gibt es noch immer offene Fragen, die im Rahmen der vierten Jahrestagung des Mercator-Instituts „Lesen und Schreiben. Partizipation durch literale Bildung“ gestellt und diskutiert wurden. Auf dieser und den folgenden Seiten finden Sie die Dokumentation der Vorträge, Symposien und Workshops.

Welche Funktionen nehmen Lesen und Schreiben im Fachunterricht ein? Wie kann man Mehrsprachigkeit konkret beim Erwerb von Lese- und Schreibkompetenzen nutzen? Und wie gelingt literale Bildung bei neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern?

Diesen Fragen widmete sich die vierte Jahrestagung des Mercator-Instituts „Lesen und Schreiben. Partizipation durch literale Bildung“ am 20. und 21. Februar 2017 im KOMED im Mediapark in Köln. Aus unterschiedlichen Perspektiven wurde das Thema beleuchtet, im Mittelpunkt stand der Austausch innerhalb der wissenschaftlichen Community ebenso wie der Transfer zwischen Wissenschaft, Bildungsadministration und Praxis.

Zwischen 2015 und 2017 hat das Mercator-Institut 15 Forschungs- und Entwicklungsprojekte gefördert, die sich an 26 Hochschulen für eine Verbesserung der Lehrkräfteausbildung im Bereich sprachliche Bildung eingesetzt und Forschungsvorhaben umgesetzt haben. Die Ergebnisse dieser Arbeit stellten die Projekte im Rahmen der Tagung vor.

Auf dieser und den folgenden Seiten finden Sie die Dokumentation der Vorträge, Symposien und Workshops.

Tagungsfilm

Moderatorin Donya Farahani hat Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer unter anderem zu zentralen Aspekten des Tagungsthemas sowie Gelingensbedingungen für die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Bildungsadministration und Praxis befragt.
Informationen zu diesem Thema

Sprachliche Bildung/Sprachförderung beim Mercator-Institut

Sprachliche Bildung für alle Kinder und Jugendlichen ist Aufgabe der Bildungsinstitutionen. Sie erfolgt integriert im Alltag der Kitas bzw. im Unterricht, nicht beiläufig, sondern gezielt. Sprachliche Bildung bezeichnet alle systematisch angeregten Sprachlernprozesse und ist allgemeine Aufgabe im Elementarbereich wie im Unterricht aller Fächer. Die Erzieherin oder Lehrperson greift geeignete Situationen auf und gestaltet sprachlich bildende Kontexte für alle Kinder und Jugendlichen. Sprachförderung bezeichnet in Abgrenzung zur sprachlichen Bildung Fördermaßnahmen für die Kinder und Jugendlichen, bei denen besondere Schwierigkeiten oder Entwicklungsrückstände diagnostiziert wurden.

Die Maßnahmen können in der Schule unterrichtsintegriert oder additiv erfolgen. Sprachförderung ist häufig ausgerichtet auf bestimmte Adressatengruppen und basiert auf spezifischen (sprach-)didaktischen Konzepten und Ansätzen, die den jeweils besonderen Förderbedarf berücksichtigen, wie z.B. Kinder, die Deutsch als Zweitsprache erlernen (vgl. BiSS-Expertise 2012: 23).

Durch die Förderung von Projekten sowie eigene Forschungstätigkeiten will das Mercator-Institut zur Verbesserung von Instrumenten und zur Qualitätssicherung in der sprachlichen Bildung und Förderung beitragen. Einen aktuellen Überblick zur Wirksamkeit der Förderung verschiedener sprachlicher Teilfertigkeiten (Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören) bietet die Expertise zur Wirksamkeit von Sprachförderung, die das Mercator-Institut gemeinsam mit dem Zentrum Lesen der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz im Auftrag der Bildungsdirektion des Kanton Zürich erstellt hat.

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