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Das DaZ-Modul in Köln

Inhalt und Aufbau

Seit der Novellierung des Lehrerausbildungsgesetzes (LABG) im Jahr 2009 ist das Modul ‚Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte‘ für alle Lehramtsstudierenden in Nordrhein-Westfalen verpflichtend. An der Universität zu Köln ist dieses Modul im Master of Education angesiedelt. Für das Lehrangebot für bis zu 1.000 Studierende pro Semester ist das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache verantwortlich. Die Lehr- und Forschungseinheit befindet sich derzeit im Aufbau. Lehrveranstaltungen werden seit dem Wintersemester 2014/2015 angeboten.

Das zentrale Ziel des Moduls besteht darin, die Studierenden unabhängig von ihrem Unterrichtsfach und ihrer Schulform auf den Umgang mit sprachlich-kultureller Heterogenität im Unterricht vorzubereiten und sie mit dem Zusammenhang von sprachlichen Fähigkeiten, Bildungserfolg und fachlichem Kompetenzerwerb vertraut zu machen. Die Studierenden erwerben grundlegende Kompetenzen in der Analyse sprachlicher Anforderungen von Unterrichtsinhalten, in der Diagnose und Einschätzung sprachlicher Lernvoraussetzungen und im sprachsensiblen Unterrichten im Kontext von Mehrsprachigkeit und soziokultureller Heterogenität.

Die Struktur des Moduls in Köln sieht vor, dass die Studierenden zwei Lehrveranstaltungen besuchen, die mit dem Praxissemester verzahnt sind. In der Vorlesung (erstes Mastersemester) werden zunächst grundlegende Inhalte aus den Bereichen Mehrsprachigkeit, Bildungsbenachteiligung, linguistische Grundlagen, Bildungssprache, Sprachdiagnostik und sprachsensibles Unterrichten vermittelt. Das Praxissemester und das Aufbauseminar im dritten Semester des Masters knüpfen daran an. Für die Aufbauseminare ist eine fachspezifische Differenzierung vorgesehen: Die Studierenden lernen hier mit möglichst starkem Bezug zu ihrem Fach, wie im Unterricht neben fachlichen auch sprachliche Fähigkeiten gefördert werden können.