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25. Oktober 2017 Aktuelles

Rückblick: Jubiläumstagung des Mercator-Instituts

Impulsgespräch mit dem Hessischen Kultusminister Ralph Alexander Lorz, Ralph Angermund (Wissenschaftsministerium NRW) und ZEIT-Redakteur Martin Spiewak, moderiert von Winfried Kneip

Sprachliche Bildung als Thema der Lehrerbildung in der Einwanderungsgesellschaft – das war das Thema der Tagung zum 5-jährigen Jubiläum des Mercator-Instituts.

Kinder sollen im Schulunterricht unabhängig von ihrer sozialen oder geographischen Herkunft ihre mündlichen und schriftlichen Sprachfähigkeiten so entwickeln, dass sie gute Chancen auf eine erfolgreiche Bildungskarriere haben. Unterstützt werden sie dabei auf vielfältige Weise von Lehrerinnen und Lehrern, an die der Schulalltag mit seinen heterogenen Lerngruppen hohe Anforderungen stellt.

Viele Lehrkräfte fühlen sich nach wie vor schlecht auf den Schulalltag in der Einwanderungsgesellschaft vorbereitet, und das nicht erst seit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen im Jahr 2015. Zuwanderung ist für das deutsche Schulsystem kein neues Phänomen; inzwischen hat bundesweit etwa jedes dritte Schulkind eine Migrationsbiografie.

Über diese Herausforderungen diskutieren Wegbegleiter des Mercator-Instituts aus unterschiedlichen Institutionen bei der Jubiläumstagung des Mercator-Instituts am 20. Oktober.

2012 wurde an der Universität zu Köln auf Initiative der Stiftung Mercator das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache gegründet, um die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Sprachförderbedarf entlang des gesamten Bildungswegs und insbesondere in der Schule zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Mercator-Institut in den letzten Jahren nicht nur bundesweit Forschungs- und Entwicklungsprojekte gefördert, sondern auch eine Nachwuchsakademie gegründet, Lehrerfortbildungen angeboten, eigene Forschungsprojekte durchgeführt und unterschiedlichen Akteure im Bildungssystem beraten.

In den nächsten fünf Jahren baut das Mercator-Institut insbesondere seine Aktivitäten im Bereich Forschung, Qualifizierung und Transfer aus. Hierzu wurden eigens eigenständige Abteilungen geschaffen, die diese Themen schwerpunktmäßig bearbeiten. Sie stehen profilbildend für eine neue Ausrichtung des Mercator-Instituts.


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